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Anfang und Werden der FeG Mörfelden-Walldorf

Sucht man nach den Wurzeln der Freien evangelischen Gemeinde Mörfelden-Walldorf, muss man in das Jahr 1910 zurückgehen. In den Wohnungen der Gebrüder Berz fanden sich regelmäßig an Jesus glaubende Menschen aus dem 3000 Einwohner zählenden Mörfelden zusammen, die miteinander die Bibel lasen und beteten. Man sprach von der sog. Stubenversammlung und nannte die Teilnehmer geringschätzig - aber auch achtbar - Betbrüder.Doc Weinmann

In den ersten 50 Jahren blieb es bei den Versammlungen in Privathäusern. Der spätere Schuldirektor Heinrich Heinz und seine Ehefrau Lisa, die eine begabte und im christlichen Raum tätige Schriftstellerin war, gaben dem Kreis ein starkes geistliches Fundament. Lisa Heinz bot Kinder- und Jugendstunden an, die schnell Begeisterung in diesen Altersklassen hervorriefen.

Kontakte zu Versammlungen in anderen Orten wie Rüsselsheim, Darmstadt oder Frankfurt wurden geknüpft. Das half insbesondere auch, durch die Nazizeit unversehrt hindurch zu kommen. Krieg und Nachkriegszeit überstand dieStubenversammlung unangefochten.

1964 wurde der Versammlungsort in die Praxisräume des Arztes Dr. Fritz Weinmann verlegt. Das Interesse an diesem biblischen Hauskreis und den Kinderstunden wuchs, Dank des Engagements von Dr. Fritz Weinmann und seiner Ehefrau Maria, beträchtlich. Prediger und Evangelisten aus anderen Orten Deutschlands verkündeten bibelgetreu die christliche Botschaft von der Versöhnung durch Jesus Christus. Ein neuer Name wurde gewählt: Missionskreis e.V..

Knapp 10 Jahre blieb der Missionskreis in der Hermannstraße 10. Die Räume wurden zu klein. Nach viel Gebet und durch ein gespendetes Anfangskapital von DM 3000,00 plante man ein eigenes Gemeindehaus. Das Grundstück in der Daimlerstraße wurde von der Mörfelder Familie Knöchel zu äußerst günstigen Bedingungen angeboten. 1975 wurde mit dem Bau begonnen. Die Einweihung fand unter großer Anteilnahme von Stadt und Kreis am 17.11.1976 statt. Jetzt hatte der Missionskreis in seinemMissionshaus eine Versammlungsstätte mit allem, was zum Leben einer christlichen Gemeinde nötig war. Die Bausumme konnte dank großzügiger Spenden der Mitglieder und Freunde innerhalb weniger Jahre abgetragen werden.

1978 erhielt der Missionskreis, der Anschluss an die evangelische Allianz pflegte, mit Gerhard Baumann seinen ersten ausgebildeten Pastor, der 10 Jahre das Gemeindeleben prägte. Regelmäßige Gottesdienste mit eigenem History BildPrediger, Bibel- und Gebetsstunden, Kinder-, Jungschar- und Jugendstunden waren möglich und führten zu gutem Wachstum der Gemeinde. Zwei Missionarinnen wurden ausgesandt, ein junger Mann und ein Ehepaar auf Bibelschulen geschickt.

Der Missionskreis suchte bei zunehmender Mitgliederzahl eine engere Anlehnung an andere bibeltreue Gemeinden und fand sie im Bund Freier evangelischer Gemeinden K.d.ö.R.. 1985 wurde die Gemeinde in diesen Bund aufgenommen und heißt seitdem Freie evangelische Gemeinde Mörfelden-Walldorf. Verbindliche Mitgliedschaft glaubender Christen und ehrenamtliche Mitarbeit der Mitglieder und Freunde zeichnen das Bild einer lebendigen Gemeinde. Evangelisationen, Bibelwochen, Gästegottesdienste, Frauenfrühstückstreffen, Candlelight Bistros und Bibelgespräche in Hauskreisen sind die besonderen Angebote der Gemeinde. Ziel ist es den Menschen unserer Stadt und im Umkreis Jesus Christus als Sohn Gottes und alleinigen Weg zu Gott, dem Vater, nahe zu bringen.

Nach Pastor Baumann haben drei weitere Pastoren der Gemeinde inzwischen Gesicht und Gepräge gegeben: Heinz Eschenbacher von 1990 bis 1998, Wilfried Reinhardt von 1999 bis 2003 und Markus Vaßen von April 2004 bis Juli 2009.

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